LTE Geschwindigkeit

Die neue Mobilfunktechnik Long Term Evolution (LTE) verspricht vor allem hohe Geschwindigkeiten bei der Datenübertragung: Sowohl beim Herunterladen aus dem Internet, als auch beim Versenden von Daten ist LTE deutlich schneller als die ältere Datenfunk-Technik UMTS mit HSPA.

LTE und das Empfangen von Daten

In den LTE-Netzen, die derzeit in Deutschland aufgebaut werden oder bereits in Betrieb sind, werden Geschwindigkeiten von theoretisch bis zu 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) beim Empfangen von Daten angeboten. HSPA+, bisher schnellste Funktechnik in deutschen Mobilfunknetzen, ermöglicht das Herunterladen mit theoretisch bis zu 21,6 Mbit/s.

Eigentlich kann LTE noch mehr. Jedoch sind Geschwindigkeiten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) nur unter Laborbedingungen möglich. Die Datenrate hängt von verschiedenen Faktoren ab. So bestimmt die Breite eines Frequenzkanals, wie viele Daten gleichzeitig gesendet werden können. Auch mehrere Antennen bei Sender wie Empfänger erhöhen die Geschwindigkeit.

Wie hoch die realen Durchschnittsgeschwindigkeiten mit LTE in Deutschland in der Realität sein werden, bleibt abzuwarten. In den USA kommt man im gut ausgebauten LTE-Netz von Verizon Wireless auf ein Durchschnittstempo von über 10 Megabit pro Sekunde und kann so mit DSL-Anschlüssen mithalten.

LTE und das Senden von Daten

Rechnerisch können auch im Upload, also beim Senden von Daten, Geschwindigkeiten erreicht werden, die weit über dem derzeitigen Übertragungstempo liegen. Technisch vorstellbar sind dabei Datenraten von theoretisch bis zu 86,4 Mbit/s.

Von der Deutschen Telekom werden beim Versenden von Daten 500 Kbit/s und bei Vodafone Geschwindigkeiten zwischen 720 Kbit/s und zehn Mbit/s angeboten. Auch hier wird man abwarten müssen, wie hoch die gebotene Geschwindigkeit dann real ist. Sie wird bestimmt durch die Technik, aber auch durch die Auslastung der Funkzelle oder den Abstand des Nutzers zum Sendemast.