10.01.2013

Sprachübertragung per LTE: Voice over LTE (VoLTE) hat geklappt

Der chinesische Hardware-Ausrüster ZTE hat den ersten kommerziellen LTE-Telefonanruf über LTE durchgeführt. Der Testanruf wurde in Hongkong geführt. Die Technik der Sprachübertragung per LTE wird Voice over LTE (VoLTE) genannt.

Da es sich bei LTE um einen reinen Datendienst handelt, schalten Smartphones mit LTE-Funktion für Gespräche auf ein 2G- oder 3G-Netz um. Durch VoLTE soll dieser Fallback unnötig werden.

Schneller Verbindungsaufbau

Gleichzeitig soll VoLTE einen besonders schnellen Verbindungsaufbau und einen hohen QoS (Quality of Service) bieten. ZTE nutzte für das VoLTE-Telefonat eSRVCC, eine Sprachübertragungstechnologie. Mit eSRVCC sind Anrufe in Netzen möglich, die gerade mit LTE ausgerüstet wurden. Die Technologie bietet eine hohe Sprachqualität über das hybrifde Netz hinweg.

ZTE hat das eSRVCC-Verfahren selber entwickelt und 2009 dem 3GPP, dem 3rd Generation Partnership Project, vorgeschlagen, das für die Standardisierung im Mobilfunk zuständig ist. Außer ZTE nutzen bereits mehrere andere Netzbetreiber und Anbieter dieses Verfahren.

„Meilenstein in der Entwicklung von VoLTE“

Gegenüber dem bisherigen Circuit Switched Fallback (CSFB)-Verfahren, bei dem von LTE auf GSM oder UMTS umgeschaltet wird, erfolgt bei VoLTE im eSRVCC-Verfahren der Verbindungaufbau wesentlich schneller, da das Netz nicht gewechselt werden muss.

Im Vergleich zum SRVCC-Verfahren wird bei eSRVCC auch das Handover zwischen den Funkzellen beschleunigt. ZTE bezeichnet den erfolgreichen VoLTE-Testanruf als „Meilenstein in der Entwicklung der kommerziellen Bedingungen für VoLTE“.

Autor: MB