LTE-Antennen: Sie brauchen immer zwei!

Wer mit LTE richtig schnell surfen will, der kann den Empfang des Funksignals durch zusätzliche Antennen verbessern.

Doch Achtung: Während die Funktechnik UMTS in Deutschland bislang über eine Antenne empfangen wird, nutzt LTE immer die Mehrfachantennen-Technik: Es wird auf zwei Antennen gleichzeitig gesendet und empfangen. Also muss man immer zwei Antennen an sein Empfangsgerät anschließen. Geeignete Doppelantennen gibt es im Handel auch als Gesamtpaket, sie sehen manchmal wie ein Gerät aus. Im Zweifelsfall fragen Sie nach, ob es eine Doppelantenne ist.

Vergewissern Sie sich vor dem Antennenkauf, dass Ihr Empfangsgerät für den Anschluss eines Antennenpaars gerüstet ist. Empfangsgeräte sind Modems wie Router, Surfstick, Modems in Kartenform oder Funkmodems, die schon in Tablet, Notebook oder Netbook fest eingebaut sind. Wenn Sie es selbst nicht wissen, fragen Sie im Fachhandel oder beim Verkäufer, ob Ihr Gerät einen solchen Anschluss für eine Doppelantenne hat.

Antennentypen und Antennenkauf

Es gibt bei LTE zwei Antennentypen: Die Rundstrahler-Antennen werden einfach aufgestellt und empfangen das Signal aus jeder beliebigen Richtung. Allerdings gibt es auch hier gute und weniger gute Plätze für das Aufstellen der Antenne.

Die Richtfunkantennen liefern in der Regel ein deutlich besseres Ergebnis, sie müssen allerdings auf den jeweiligen LTE-Sendemast ausgerichtet werden. Dazu muss man freilich wissen, wo die nächstgelegenen Sendemasten stehen. Diese Informationen bietet die Bundesnetzagentur auf einer eigenen Karte http://emf2.bundesnetzagentur.de/karte.html. Einfach den Wohnort eingeben, dann wird Ihnen auf einer übersichtlichen Karte eine Sammlung von Sendemasten rund um Ihre Wohnung oder Ihr Büro präsentiert.

Die Verkäufer von LTE-Antennen bieten oft ein Komplettpaket an, in dem schon alles enthalten ist, was sie brauchen: Das Antennenpaar, die dazugehörigen Verbindungskabel, oft auch noch einen Halter zur parallelen Montage der beiden Antennen. Geeignete Antennenpakete werden auch vom LTE-Mobilfunkbetreiber mitunter offeriert - zusätzlich zu den Empfangsgeräten wie Modem oder Router.

Unsere Tipps für Ihre problemlose Montage

Bei der Montage gehen Sie wie folgt vor: Als erstes suchen Sie den richtigen Standort – entweder innerhalb der Wohnung oder außerhalb. Sie verbinden die Antenne mit ihrem Rechner und überprüfen die Empfangsstärke an wechselnden Standorten. Dazu können Sie die Signalstärke am Modem ablesen. Manche LTE-Anbieter offerieren Signalstärke-Messungen auch per Internet. Wenn Sie ein Übriges tun wollen, messen Sie mit dem Rechner und einem Geschwindigkeitsmesser das Übertragungstempo an wechselnden Standorten. Solche Tempomesser finden Sie zum Beispiel bei der Fachhochschule Trier http://www.performance.fh-trier.de/?language=de oder bei wieistmeineip.de http://www.wieistmeineip.de/speedtest/.

Dort wo der Empfang am stärksten ist, stellen Sie die Antenne auf. Wenn Sie die Antenne innerhalb der eigenen Wohnung platzieren, dann in der Nähe zu oder direkt an dem Fenster, von dem aus Sie den besten Empfang haben. In diesem Fall achten Sie darauf, mit der Antenne Abstand zum Modem oder zu anderen elektronischen Geräten – Fernseher, Radio, PC – zu halten: Elektrische Felder stören das Funksignal.

Die zweite Möglichkeit ist, die Antenne außerhalb der Wohnung aufzustellen, also ganz oben auf dem Dachboden, auf dem Dach oder an einer Außenwand. Welchen Platz Sie auch wählen: Sie sollten mindestens einen Meter Abstand halten zu Masten, Leitungen oder Geländer. Auf keinen Fall sollte man die Antenne an einer Metallplatte oder Metallwand festschrauben. Wenn Sie die Antenne auf einen Mast setzen müssen, dann muss Sie oberhalb der Mastspitze sitzen – nach Möglichkeit auch über der Dachkante. Es gilt das Prinzip - rund um die Antenne soll es kein Metall geben: Metall schirmt Funksignale ab.

Wenn Sie selbst ein Paar Richtungsantennen kaufen, achten Sie zusätzlich auf folgende zwei Punkte: Erstens die Antennen werden in gleicher Höhe montiert und zweitens sie werden parallel zueinander stehend ausgerichtet – auf den nächsten Sendemast. Am besten Sie lassen sich dabei im Fachhandel beraten.