LTE mit bis zu 172,6 Mbit/s

Das 3rd Generation Partnership Project (3GPP) standardisiert die Mobilfunktechnik Long Term Evolution (LTE). 3GPP ist ein Zusammenschluss mehrerer Institute.

Das Projekt definiert auch Standards für andere Mobilfunktechniken wie etwa HSPA. Im Release 8 des 3GPP wurde 2008 zum ersten Mal LTE definiert. Hier wurden Geschwindigkeit und verwendete Technik festgeschrieben.

Verschiedene Techniken zur Steigerung der Datenrate

Mit dem Release 8 ist die theoretische Höchstgeschwindigkeit bei LTE auf 172,8 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) beim Empfangen von Daten (Download) und auf bis zu 57,6 Mbit/s beim Senden von Daten (Upload) begrenzt.

Diese Geschwindigkeiten werden durch einige technische Parameter ermöglicht. Zum einen wird eine 16-fache Quadraturamplitudenmodulation (QAM) verwendet, eine Technik, mit deren Hilfe mehr Daten auf einer Welle transportiert werden.

Durch mehrere Antennen sowohl auf Sender- wie auf Empfängerseite wird die Geschwindigkeit in beiden Richtungen ebenfalls erhöht. Diese Technik nennt man MIMO (Multiple Input Multiple Output). Beim LTE Release 8 werden jeweils zwei unabhängige Antennen verwendet (2x2 MIMO). Entscheidend für die Erhöhung der Geschwindigkeit ist auch die Frequenz-Bandbreite der Verbindung. In diesem Fall werden bis zu 20 Megahertz (MHz), um Daten zu übertragen.

In der Realität stehen den Netzbetreibern zwar Techniken wie MIMO und QAM zur Verfügung, aber an genügend Bandbreite mangelt es. Diese ist auf mehrere Netzbetreiber verteilt, so dass in der Praxis zwischen 50 und 75 Mbit/s im Download technisch machbar sind.