3G: Mobilfunk der dritten Generation

Unter 3G versteht man eine Mobilfunkgeneration, welche die Funktechniken UMTS und CDMA-2000 umfasst.

Die Rahmendaten für 3G werden in „International Mobile Telecommunications 2000 (IMT-2000)“ festgelegt, einem Projekt der Internationalen Fernmeldeunion (englisch: International Telecomunication Union). Gemäß diesen Rahmenrichtlinien müssen bestimmte Merkmale erfüllt sein, damit sich eine Technologie zur dritten Mobilfunkgeneration zählen darf.

Die International Telecommunication Union (ITU) mit Sitz in Genf, ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Die ITU ist bedeutend älter als die UNO, ihre Ursprünge liegen im Jahr 1865. Seitdem arbeitet die Organisation an der weltweiten Koordination von Kommunikationstechnologien. Sie ist derzeit die Organisation, die sich von Amts wegen und weltweit mit den technischen Aspekten der Telekommunikation beschäftigt, dazu gehört beispielsweise die Zuweisung von Frequenzen für den Mobilfunk.

Technische Anforderungen an 3G

Für 3G hat die Internationale Fernmeldeunion zwei technische Varianten festgelegt: Das so genannte WCDMA (Wideband Code Division Multiple Access), das sich in Europa aber auch in Japan und China unter dem Namen UMTS als Standardverfahren durchgesetzt hat.  Dazu kommt das vor allem in den USA und Südkorea gebräuchliche CDMA 2000, in Deutschland unterhält Netcologne ein das Stadtgebiet Köln umfassendes Datennetz mit dieser Technik.

Die Anforderungen an 3G-Technologien sehen unter anderem mobile Stimm- und Datenübertragungen, Internet und Multimedia vor. Als Mindestgeschwindigkeiten bei der Datenübertragung wurden festgelegt: 144 Kilobit pro Sekunde  bei hoher Mobilität, 384 Kbit/s bei geringer Mobilität und 2 Megabit pro Sekunde bei einer stationären Mobilfunknutzung im Inneren eines Gebäudes.

Zur Generation 3G werden mittlerweile auch die Ausbaustufen HSPA - mit Datenraten zum Endgerät im Downlink von 14,4 Mbit/s - sowie HSPA+ mit 28 Mbit/s und in der neuesten Variante (Stand September 2010) mit Mehrfachantennentechnik und einem schnelleren Übertragungsverfahren mit 56 Mbit/s beim Herunterladen von Daten. Die zwei in Deutschland gebräuchlichen Frequenzbereiche für UMTS-Funk sind 1900 und 2100 Megahertz.

Generation 3,5 bis 3,9

Die HSPA-Technologien werden oft als 3,5G bezeichnet. Sie werden den Anforderungen gerecht, die an 3G-Techniken gestellt werden. Durch ihre erhöhten Datenraten und den Einsatz neuer Empfangs- und Sendetechnologien stellen sie aber einen Schritt hin zu neuen Mobilfunkgenerationen dar. Aus der Sicht technischer Standards ist auch LTE noch der dritten Generation zuzurechnen, anfangs wurde vereinzelt von 3,9 G gesprochen.

Doch die Marketing-Abteilungen haben international den Begriff 4G für LTE übernommen, so wird umgangssprachlich LTE bald als 4G gelten und der technische Sprachgebrauch keine Bedeutung mehr haben.