LTE-Telefonie mit CS Fallback

Die leitungsgebundene Sprachübertragung ist in LTE-Netzen nicht möglich. Daher müssen Wege gesucht werden, wie Telefonie in den neuen Netzen möglich sein wird. Eine Option ist das sogenannte Circuit Switched (CS) Fallback.

Da in GSM- oder UMTS-Netzen leitungsgebundene Sprachübertragung machbar ist, kann ein LTE-fähiges Endgerät für einen Anruf in ein GSM- oder UMTS-Netz wechseln.

Bei Anruf Netzwechsel

Für Telefonie mittels CS-Fallback wird das Problem der fehlenden leitungsgebundenen Sprachübertragung unter LTE umgangen. Man zieht sich auf ein Netz zurück, das leitungsgebundene Sprachtelefonie unterstützt. Dazu meldet sich ein Gerät stets auch im 2G-GSM beziehungsweise UMTS-Netz an, zusätzlich zum LTE-Netz.

Bei einem eingehenden Anruf wird dem Endgerät signalisiert, dass ein Verbindungswunsch aus einem 2G/UMTS-Netz besteht. Daraufhin wechselt man in dieses Netz und kann eine leitungsgebundene Verbindung herstellen.

Nur eine Übergangslösung

CS Fallback ist nur eine Zwischenlösung, die angewandt werden könnte, bis sich endgültig Voice over IP in LTE-Netzen durchgesetzt hat. Ob CS Fallback zum Einsatz kommt, ist fraglich. Zum einen sind die Wartezeiten für den Verbindungsaufbau recht lang. Schließlich muss erst kommuniziert werden, dass in einem anderen Netz ein Anruf eingeht, woraufhin in dieses Netz gewechselt werden muss.

Zum anderen wird eine bestehende Datenverbindung über das LTE-Netz womöglich nicht bestehen bleiben, wenn man per CS Fallback eine leitungsgebundene Verbindung über GSM oder UMTS herstellt. Gerade mit Multitasking-fähigen Smartphones dürfte das ein starkes Argument gegen CS Fallback werden.