Die Pingzeit in UMTS-Netzen

Umgangssprachlich bezeichnet die Pingzeit - oft kurz Ping genannt - die Reaktionszeit des Netzes.

Es ist also die Zeit, die vergeht vom Aussenden eines Signals – beispielsweise der Aufforderung, eine Webseite zu zeigen – bis zur Reaktion des Netzes auf diese Aufforderung, in dem Fall bis die Webseite anfängt sich aufzubauen. Diese Zeit wird im technischen Deutsch auch Latenzzeit genannt.

Verschiedene Netzarten haben verschieden lange Reaktionszeiten. Der Telekom-DSL-Anschluss der Redaktion hat eine Pingzeit von 44 Millisekunden. Wenn man in einem einfachen GSM-Mobilfunknetz der zweiten Generation  surft, muss man mit Pingzeiten von einer halben Sekunde und mehr rechnen. Steht hier die Technik EDGE zur schnelleren Datenübertragung bereit, kommt man auf einen Ping von 300 bis 400 Millisekunden.

Mit einfachem UMTS schafft man 170 bis 200 Millisekunden, gibt es im UMTS-Netz die Datenbeschleunigungstechniken HSDPA und HSUPA sinkt der Wert nochmals auf 60 bis 70 Millisekunden.

Niedrige Pingzeiten sind sehr nützlich beispielsweise fürs Telefonieren oder Videotelefonieren übers Internet. Sie sind notwendig bei Spielen übers Internet, bei denen das Spielgeschehen eine schnelle Reaktion verlangt, also bei allen Echtzeit-Spielen. Bei rundenbasierten Spielen wiederum sind kurze Pingzeiten zwar schön, aber nicht unabdingbar.