Mehr Datenraten durch QAM

Um die Datenraten zu steigern, wird bei LTE ein Modulationsverfahren verwendet, das mehrere Bits pro Signal übertragen kann – die sogenannte Quadraturamplitudenmodulation (QAM). 

Dies ist ein in der Übertragungstechnik schon lange angewandtes Modulations-Verfahren, das eine hohe Übertragungsdichte garantiert. Dabei werden Amplitudenmodulation und Phasenmodulation miteinander kombiniert.

LTE-Speed von Entfernung zum Sendemast abhängig

Das Verfahren hat verschiedene Grade; es können mehrere Bits in Gruppen zu jeweils 4, 8, 16, 32 oder 64 Bits zusammengefasst werden – entsprechend steigt die übertragene Datenrate. Das Verfahren mit 64 Bit, kurz 64 QAM genannt, ist allerdings nur in der Nähe des Sendemasts möglich – denn je höher die Modulation, desto störanfälliger ist sie. So wird in LTE-Systemen in weiterer Übertragungs-Entfernung 4 QAM verwendet, in mittlerer Distanz 16 QAM.     

In der Praxis wird also die Datenrate in unmittelbarer Nähe zum LTE-Sendemast höher sein als in deutlicher Entfernung. Die verkündeten Spitzengeschwindigkeiten bei LTE sind also auch davon abhängig, in welcher Entfernung zum nächsten Sendemast der Kunde sich aufhält.    

Weitere Anwendungen von QAM

Bei analogen Fernsehübertragungen wird dieses Verfahren zum Übertragen von Farbfernsehsignalen genutzt. Bei den moderneren Übertragungstechniken wird es außer bei LTE im Funkbereich noch verwendet bei der digitalen Fernseh-Übertragung DVB-T sowie bei leitungsgebunden Übertragungen wie beim Internet über Fernsehkabel oder per DSL.